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WORTPONG.fm feat. Alexander Posch

2. August 2017

Alexander_Posch

Ein paar labberige Weißbrotscheiben mit Hanfsalami beworfen, einen guten Schuss Ritalin in den Kakao und das Ego-Shooter-Spiel der Konsole auf Dauerbetrieb: Der großartige Alexander Posch hat sich heute einmal die Zeit genommen, um für ein Plauderstündchen im FSK-Familienratgeber-Studio vorbeizuschauen. Ein Hausmann am Rand des Nervenzusammenbruchs verrät die rabiatesten Erziehungsmaßnahmen für die renitente Brut, die dreckigsten Kitchen-Hacks für notorische Messies und wie die Bootcamp-Ausbildung zum Nutzkind funktioniert.

Co-moderiert wird das launige Geplauder heute von niemand Geringerem als der Hamburger Slam-Göttin Monika Mertens, die zwar keine Kinder hat, dafür aber mit knallhartem Wissen über das beste Stück des Mannes aufwartet (Gehen zwei Penisse ins Kino. Sagt der eine zum anderen: „Hoffentlich ist es kein Porno, sonst müssen wir wieder stehen!“). Dazu gibt es garantiert nicht jugendfreie Musik!

WORTPONG.fm

HEUTE 2.8.17

FSK

17 – 19 Uhr

Bersenbrück are you ready?!

11. Juli 2017

Eine Hauptstraße. Rechts und links ein paar verzweigte Seitenstraßen. Einfamilienhäuser vorwiegend. Ein paar  Discounter, Supermärkte, Restaurants, Döner, Pommesbuden, ein Modegeschäft mit Outdoorbedarf, Schule, Stadtverwaltung und nach ein paar Hundert Metern ist Schluss. Die Hauptstraße mündet auf eine Bundesstraße und danach das platte Land. Das ist Bersenbrück.

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Hier ist bald der Nabel der Reggae-Welt – der Klostergarten

Eine kleine verschlafene Stadt in Niedersachsen. Fachwerkhäuser, große alte Höfe im Umland, moderne Agrarbetriebe in einer  lieblichen Landschaft, viel bäuerliche Kultur und ein Kloster mit tausendjähriger Geschichte.

Am Sonntag gehen die Älteren in die Kirche. Hier wird gebetet und der neueste Klatsch ausgetauscht, die Landfrauen und der Schützenverein sind die großen Player in der Stadt. Die Jüngeren hängen in der Spielo, man heiratet hier früh und gründet eine Familie. Oder Zugezogene, die das billige Bauland lockt. Orte wie Bersenbrück gibt es viele. Die Namen muss man nicht kennen, sie bieten vereinzelte Sehenswürdigkeiten, doch für eine echte Touristenattraktion reicht es einfach nicht.

The Real Reggae-Experience

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Anreise seltsamer Gestalten

Einmal im Jahr verwandelt sich dieses kleine Provinznest jedoch in eine Art Reggae-Märchen-Wunderland. Dann reisen schon Tage vorher seltsame Gestalten aus ganz Deutschland, aus ganz Europa an, um hier ihre Zelte aufzuschlagen. Die wenigen Hotels und Pensionen der Stadt sind ohnehin seit einem Jahr ausgebucht.

Im alten Klostergarten, einem wunderschönen Ensemble aus Kirche, altem Kloster mitsamt malerischem Klosterpark fahren LKWs und Lieferwagen ein und aus, fleißige Hände bauen Bühnen und allerlei Technik-Gedöns auf, Absperrgitter werden aufgestellt und auf der Wiese des Bauern nebenan, wo sonst friedlich wiederkäuend die Schwarzbunten chillen, formt sich langsam aber sicher eine eigene kleine Stadt aus bunten Zelten, Wohnwagen und sonstigen Übergangsbehausungen. Mit so zirka der vierfachen Einwohnerzahl Bersenbrücks.

Seit über zwanzig Jahren geht das so, nachdem ein Sohn der Stadt, der schon immer eine Vorliebe für den entspannten Jamaikanischen Offbeat hatte, kurzerhand beschloss, das große Berlin sei irgendwie doch nichts für ihn. Und weil sein beschaulicher Heimatort so wenig Unterhaltungsmöglichkeiten für ihn und seine Leidenschaft bot, hat er sich eben sein eigenes Festival geschaffen. Waren es anfangs noch kleinere Dimensionen, ist das Reggae Jam inzwischen zu einem der größten und bedeutendsten Reggae-Festivals in ganz Europa aufgestiegen. Zu Recht. Und Bersenbrück selbst hat seinen ganz eignen Anteil daran.

Initiator Bernd Lagemann, besser bekannt unter dem Namen Sheriff, stieß zunächst nicht überall auf offene Ohren, als er den Stadtvätern seine Festival-Idee unterbreitete. Doch seine Beharrlichkeit zahlte sich aus: Stadtverwaltung und so ziemlich alles, was in Bersenbrück Rang und Namen hat, stehen inzwischen hinter ihm. Schließlich hat das Reggae Jam großen Anteil an der Popularität und dem Wachstum der Stadt. Und einmal im Jahr machen nicht nur Restaurants und Supermärkte ein Wahnsinns-Geschäft.

Parallelwelt inna Town

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By the rivers of Bersenbrück – die Hase

Endlich ist es so weit: Das Reggae Jam beginnt. Künstler aus Jamaica und anderen exotischen Teilen der Welt werden auftreten und eine kleine Stadt im Nirgendwo zum Nabel des Reggae-Kosmos machen. Große Namen, international gefeierte Stars, Grammy-Gewinner, Newcomer und alte Hasen versetzen das Publikum in Extase und Bersenbrück gleich mit. Auf dem Strip, der Hauptstraße gibt’s beim Bäcker das Reggaejam-Frühstück und das Kurzwarengeschäft hat seine Schaufenster in Red-Gold-And-Green dekoriert.

Rasta-Männer mit Dreads bis zu den Knien und wild tätowierte Lion-Ladies flanieren dort, wo normalerweise um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Die Läden machen einen Riesen-Umsatz. Aber es ist nicht nur das, die Bersenbrücker selbst kommen in Scharen, um dem bunten Treiben zuzusehen. Auf dem Festival verkaufen die Landfrauen selbstgemachte Pommes, die örtliche Blaskapelle beendet am Sonntagabend traditionell das Festival, zu dem an diesem letzten Tag die Bersenbrücker freien Eintritt haben. Sie kommen und gucken und staunen und machen mit. Immer wieder sieht man dieser Tage seltsame Grüppchen: Schwarze Rastas und Bersenbrücker Opas begrüßen sich wie alte Freunde. Die Omas mit der Wasserwelle sitzen mit einem Grüppchen junger Dinger in Hippieklamotten zusammen und lachen. Das ist das Faszinierende an diesem Festival, dass es mitten in der Stadt passiert und nicht weit draußen auf einem Acker oder einem speziellen Event-Gelände.

Und das macht es auch so großartig. Wenn Ende Juli der Himmel noch lange hell bleibt und mitten in der Nacht schon wieder hell wird, wummern tiefe Bässe über die Stadt dahin und es scheint von den Einwohnern niemanden so wirklich zu stören.

Kokolores de Luxe & Fancy Firlefanz

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Queen Ifrica rockt den Klosterpark

Anfangs gab es Widerstand. Diese ganzen komischen Gestalten, die Lautstärke, der ganze Firlefanz, ist doch alles Kokolores! Damit hat man es eigentlich nicht so in dieser Gegend. Aber selbst die Schützen haben ihr Haus inzwischen dem Reggae Jam geöffnet, ihr Bierstand macht einen Heiden-Umsatz und so mancher Festival-Besucher weiß den Luxus der heißen Dusche und der Schützen-Toiletten nach Tagen im Dixiklo mehr als zu schätzen. Viele zelten in örtlichen Vorgärten, man hat sich angefreundet über die Jahre. Unvergleichlich, die Bersenbrücker, die mit Kind und Hund im Sonntagsstaat durch die Verkaufsgassen des Festsivals schlendern, gemeinsam mit kiffenden Jamaikanern, vorbei an trommelnden Afrikanern, den Gerüchen der Jerk-Stände, dem African Food. Auf der Hase treiben die Schlauchboote dahin und die Kinder planschen munter zu entspanntem Sound, bevor am Abend die Tänzer wieder das Ufer bevölkern. So etwas gibt es wohl in Deutschland kein zweites Mal.

Nachts, wenn es ein wenig ruhiger wird, tummeln sich die Festival-Besucher im Dancehall-Zelt oder an einem der kleineren Sound Systems und einige schlafen wohl auch. In den Zelten wird geschnarcht, geflüstert, gelacht. Überall wird noch mal ein bisschen gegrillt oder gechillt und die Bewegungen einiger Zelte lassen den Rückschluss auf ein Festival der Liebe zu, um es einmal ein wenig elegant zu umschreiben. Wenn die zerknitterten Gesichter tagsüber blinzelnd aus den Zelten lugen, fragen sich viele wahrscheinlich, wo sie denn wohl gelandet sein mögen. Ist aber letztlich auch egal, in der Dunkelheit ist es meist nicht so einfach, auf dem weitläufigen Geläde den Weg zum eigenen Zelt zu finden und da ist eine – äh – romantische Mitschlafgelegenheit für viele eine gute Alternative.

Mighty Mighty Mähdrescher

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Backstage Reggae Jam: Menschen statt Mähdrescher

Wo sonst höchstens Traktoren mit riesigen Feldspritzen, Mähdrescher und Maishächsler für Verkehrsbehinderungen sorgen, steht nun die Polizei. An- und Abreise wird natürlich von den Herren in Grün argwöhnisch beäugt, regelmäßig gibt es Drogenkontrollen. Und es wird auch immer einiges an Rauch- und anderen Rauschwaren gefunden, wie könnte es auch anders sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Großveranstaltungen sind die Vergehen und Verstöße beim Reggae Jam jedoch erfreulich gering in Anzahl und Schwere. Natürlich kommt auch hier der ein oder andere Diebstahl vor und es gibt einige, die es mit dem Alkohol etwas übertrieben haben. Aber größere Zwischenfälle sind nicht zu verzeichnen. Manchmal spielt das Wetter nicht so mit aber dank einer höchst professionellen Festival-Leitung stellt auch das kein großes Hindernis dar, um dieses einzigartige Event aus den Socken zu hauen.

Kein Festival ist beliebter bei den Reggaeheads, keines charmanter. Großartig expandieren ist auch nicht so einfach, denn das lässt das Gelände einfach nicht zu. Gut so, denn ohne Bersenbrück wäre das Reggae Jam vielleicht bald ein Festival unter vielen.

„Bersenbrück are you ready?“ wird es auch Ende Juli 2017 wieder von der Bühne im Klostergarten schallen. Und Bersenbrück breitet die Arme aus und ruft zurück: „Man tau, Kinner!“*

 

*Plattdeutsch für: „Nur zu, ihr fröhlichen jungen Dinger. Feiert und seid ausgelassen. Ihr habt das Wohlwollen der Bersenbrücker, deren Herzen ihr mit eurer weltoffenen und positiven Art vielleicht nicht im Sturm, aber mit Beharrlichkeit erobert habt!“

 

Reggaejam

28.07.2017 bis 30.07.2017 – Klosterpark Bersenbrück

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WORTPONG.fm feat. Monika Mertens

1. Mai 2017

Die ganze Stadt ist voller Poetry Slams. Jeden Tag einer. Irgendwo. Es sind schon gar keine Pilze mehr,  die hier spriessen. Es ist schon viel größer.

Macht die Tür auf, geht raus in die nächste Bar, Kneipe oder, wenn es denn sein muss,  ins  Theater oder  Kino. Dort wird sie auf der Bühne stehen: mighty Monika Mertens.

Oder falls ihr es doch nicht schafft vom Sofa aufzustehen. Schaltet das Radio ein und hört von den „Bäckern die mit völlig falschen breed baken“. Das Mikro ist aufgespielt. Die Bewertungstafeln verteilt.  Los geht’s.

WORTPONG.fm feat. Monika Mertens

03.05.2017

17 – 19 Uhr

http://www.fsk-hh.org

WORTPONG.fm feat. DANUBE’S BANKS

1. März 2017

dbLadies and Gentlemen, es wird langsam Frühling. Sind die Tanzschuhe frisch geputzt und die Frisuren gerichtet? Dann nichts wie los: Denn heute beehren uns die großartigen DANUBE’S BANKS im Studio. Die Hamburger Gipsy Swing Kings haben ihr brandneues Album „Gadjo Radio“ im Gepäck, das sie kurz vor der großen Release-Gala am Freitag bei uns vorstellen. Also räumt schon mal das Wohnzimmer frei, damit Ihr auch entsprechend lustvoll jiven und lindy hoppen könnt, denn wer bei Danube’s Banks kein Zucken im Tanzbein verspürt, der ist noch nicht reif für den Frühling.

WORTPONG.fm feat. DANUBE’S BANKS

heute 17 – 19 Uhr

http://www.fsk-hh.org

WORTPONG.fm feat. STEVAN PAUL

3. Januar 2017

stevan-paulHot and spicy! Heiß und fettig! Süß und zuckig! Wonach gelüstet es Euch werten Hörern im ersten Monat dieses großartigen neuen Jahres? In der Wortpong-Versuchsküche wird der beste aller Food-Blogger eine Buchstaben-Suppe servieren, die es in sich hat. Der wunderbare Maitre Stevan Paul ist endlich wieder einmal zu Gast, zurrt sich die Kochschürze um das sexy Hüftgold und verwöhnt uns mit literarischen Leckerbissen aus seinen Neuerscheinungen. Wir betrinken uns nebenbei mit billigem Tischwein, plaudern sämtliche Küchen-Geheimnisse aller Starköche aus, hinterlassen einen klebrigen Saustall und spielen dazu die absolut unpassendste Tischmusik für ein perfektes 22-Gänge-Dinner. Wer danach immer noch nicht satt ist, kann  beispielsweise den großen Glander zu Rate ziehen oder eines von Herrn Pauls märchenhaften Kochbüchern.

WORTPONG.fm

04.01.2017

17 – 19 Uhr

http://www.fsk-hh.org

WORTPONG.fm feat. Rasha Kayat

5. Oktober 2016

Der Turban sitzt, die Bauchtanzglöckchen sind festgezurrt, der Weihrauchnebel wabert geheimnisvoll durchs Studio. Auftritt: die westöstliche DivaRasha Kayat. Sie hat ihr Buch „Weil wir längst woanders sind“ dabei, in dem sie eine verwirrende Geschichte zwischen Deutschland und Saudi-Arabien erzählt. Wir werden uns in die Kissen sinken lassen und Madame Kayat die Schleier lüften lassen, wo wir denn eigentlich sind, wie wir nach woanders kommen und was man als Kind in Jeddah so spielt. csm_khayat_rasha_g_907ea542b2

WORTPONG.fm

HEUTE 5.10.2016

17 – 19 Uhr

Radio FSK (www.fsk-hh.org)

WORTPONG.fm feat. THE PATHHEIGHTS

6. September 2016

pathheightsWelcome to our little FSK-yard, where the walls are painted in red, gold and green and the children play. Are you ready to go on a stroll on the path to consciousness? This month we have some extraordinary guests from far away. The wonderful THE PATHHEIGHTS will display their musical poetry in our studio and show us their way of living within the music in the most inspiring way. As a couple Akosua and Aumuna combine talent, skills and the power of love to create an amazing amount of musical and spiritual beauty. We will speak about education of kids and selves, about love and understanding and the blessings and curses of Babylon and listen to some nice tunes from the heart.

WORTPONG.fm 07/09/2016

5 – 7 pm

http://www.fsk-hh.org

93,0 MHz