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100 GUTE GRÜNDE AUS DEM LEBEN ZU SCHEIDEN: DAS WOHL DES PLANETEN

24. November 2009

Folge 3: Jim Jones und seine Peoples Temple Sekte

Wir schreiben in etwa das Jahr 1978. In Deutschland prognostiziert der Wissenschaftler Professor Doktor Hoimar von Ditfurth einen Raubbau an der Natur bedingt durch die drohenede Überbevölkerung der Erde. Im wesentlichen skizziert er das Bild, welches uns heute unter dem Überbegriff „Klimakatastrophe“ beschäftigt (Erderwärmung durch Kohlendioxidausstoss, Abschmelzen der Polarkappen, Überschwemmungen sowie Ausdehung der Wüstengebiete).

Ortswechsel: Guyana. Am 20. November 1978 befiehlt der amerikanische Sektenführer Jim Jones den Anhängern seiner „Peoples Temple“ Sekte den kollektiven Selbstmord. Es sterben durch Freitod und Mord etwa 800 Menschen.

Wieder zurück in Deutschland: Hier verknüpfen sich die beiden oben geschilderten Begebenheiten in den Synapsen des jungen Künstlers Moritz R, der sich dazu berufen fühlt, ein Flugblatt (diese sind in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen, heute hätte er wohl einen Blogeintrag verfasst…) zu entwerfen mit dem Titel: „Sektenselbstmord: Ein ermutigender Schritt!“ in welchem er den Freitod als probates Mittel beschreibt, um der drohenden Überbevölkerung und den daraus erwachsenden Problemen zu begegnen. So wird das Vorgehen der Peoples Temple Sekte als begrüssenswert beschrieben und weitergehend eine Aufforderung formuliert: „Gerade diejenigen unter uns, denen der Gebrauch ihres Verstandes eine Last und das Begreifen komplizierter Zusammenhänge unmöglich ist, sollten diesem kompromisslosen und konsequenten Beispiel folgen und so ihren Beitrag für die Menschheit leisten.“

Moritz R ist zu diesem Zeitpunkt Teil der Künstlergruppe Art Attack, aus der später das Musiklabel Atatak entsteht. Und es kam, wie es kommen sollte: Seine Kunstaktion mit reaktionärem Antlitz bringen ihm Drohungen und Beschimpfungen ein.

Aber die Kernfrage bleibt bis heute ungeklärt und wenig diskutiert: Würde es uns nicht viel besser gehen, wenn wir nicht ganz so viele auf diesem Planeten wären? Und was sind dann die Konsequenzen daraus? Schwierige Frage, auf die wahrscheinlich auch Moritz R keine Antwort bereit hält. Er hat uns jedoch als Mitglied der Musikgruppe DER PLAN viele simple Weisheiten zum Besten gegeben, wovon eine zumindest eine Orientierung zur Lösung des hier besprochenen Problemes andeutet:

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One Comment leave one →
  1. nemonesciat permalink
    25. November 2009 11:05

    „Würde es uns nicht viel besser gehen, wenn wir nicht ganz so viele auf diesem Planeten wären?“

    Woher sollte ich das denn wissen – ich wäre dann doch gar nicht da. Und etwas anders formuliert: nö.

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