Skip to content

Denn sie könnten größer sein als die Beatles: The Günter Grasses lesen im Café Meinke

13. Juli 2010

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Die Schöpfung hat ganze 7 Tage gedauert (inkl. Pause). Die Beatles sind nicht von heute auf morgen zu Superstars geworden. Und von der Elbphilharmonie sprechen wir erst gar nicht. Gute Dinge wollen halt Weile haben. Und was für Rom, die Welt inkl. Einrichtung, die Fabfour und das burgeoise Geldversenkungsgebäude gilt, trifft leider auch auf „The Günter Grasses“ zu.

Im 35. Jahr ihres Bestehens tingelt das Lese-Trio, das sich einst vollmundig als „erste lesende Boygroup mit Girl“ angekündigt hat, durch die Lande, um ihre Geschichten auf Schützenfesten, als Pausenfüller im Zirkus oder auch einfach mal in der Fußgängerzone von Büsum unter die Leute zu bringen. Selten, dass mal jemand zuhört. Noch seltener, dass sich mal eine Münze in den Hut verirrt, jenen mittlerweile käsig gewordenen Hut, der einst das stolze Haupt von Annette Riestenpatt bedeckte, bevor diese ihre Karriere als Pferdeflüstererin gegen das freudlose Dasein der Literaturbohème eintauschte.

Noch voller Hoffnung: Gruppenfoto von The Günter Grasses, Hamburg 1961

Wenn im Leben des Literaten eines gewiss ist, dann dies: Es geht immer noch eine Stufe weiter hinab. Am diesem Samstag ist es soweit. The Günter Grasses lesen auf einem Grillfest. Während die Wurstpelle in der Hitze des Feuers kross und krosser wird, schließlich platzt und der Wurstsaft sich mit einem lauten Zischen über die Holzkohle ergießt, während sich die Wurstsaftausdünstungen langsam über die Straßen St. Paulis legen und manch empfindliche Nase nachhaltig verstören, werden Annette Riesenpatt, Andreas Udluft und Martin Schaefer ihre sensiblen Geschichten über Pferde, Abakusse und Kuhfüsse zu Gehör bringen.

Ein Trost, dass das Ganze im schönsten Café Hamburgs passieren wird. Im Café Meinke nämlich, das wir bereits an anderer Stelle gebührend gelobt haben. Ein weiterer Trost, dass die Würste nicht von einem dahergelaufenen Hobbygriller malträtiert werden, nein, kein geringerer als Chefkoch Marco Schmidt, der auch für die berühmten 3-Gänge-Menü-Events an selbem Ort verantwortlich zeichnet, wird die Grillware zubereiten. Ein dritter Trost: Bezüglich der Wurstgüte wird an diesem Abend kein Kompromiss gemacht. Sie stammen samt und sonders aus einer Eimsbüttler Qualitätsschlachterei, deren Namen mir gerade entfallen ist, die aber dafür bekannt ist, dass dir Kühe dort noch Namen wie Elsa oder Petra tragen. Ist also alles nicht so schlimm. Kommet daselbst und sehet!

The Günter Grasses, Marco Schmidt, Café Meinke
und Jugendkulturzentrum Homann präsentieren:

„Dinge, die nicht zueinander passen. Pt.1: Wurst und Literatur“

Café Meinke, Paul-Roosen-Strasse 6, 22767 Hamburg
Samstag, 17. Juli, ab 19:00
Eintritt frei, Wurst günstig, Wetter gut

Advertisements
One Comment leave one →
  1. casino roulette permalink
    18. Juli 2010 02:40

    This is the greatest nonsenese I ever heared off.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: