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Zufallspredigt Nr. 1: Über Rache

10. Dezember 2009

Eine der vielen italienischen Bibelecken

Auf die Plätze: In unserer Radiosendung „wortpong“ hatten wir früher eine wiederkehrende Rubrik namens „Beatles-Bibel-Corner“. Wer, wie ich, im protestantischen Norddeutschland aufgewachsen ist, für den sind die Beatles und die Bibel zwei Konstanten. Nicht wegzudenken aus dem Fundus, aus dem der Heranwachsende sich sein solides Wertgebälk zimmert. Beide, Beatles und Bibel, geben Auskünfte über so ziemlich jede Lage, in die ein Mensch im Laufe seines Daseins und darüber hinaus geraten kann.

Die Menschheit hat bislang ein paar ganz interessante Dinge erschaffen, Quellen der Weisheit aber sind eher rar. Neben den Beatles und der Bibel fallen mir noch der Koran, Laotse, Joachim Lottmanns Gesamtwerk, Malcolm Lowrys „Unter dem Vulkan“, die deutsche Vorabendserie „Büro, Büro“ , Stanley Kubricks „2001“ und im übertragenen Sinne Brian Eno ein. Aber da hört es auch schon auf. Am besten sind sowieso die Beatles und die Bibel. Bei der Wiederauferstehung des „Beatles-Bibel-Corner“ hier im Internet lasse ich die Beatles mal beiseite und konzentriere mich voll und ganz auf das „Buch der Bücher“, die Bibel.

Geschrieben wurde das Buch von Gott, bzw. den Leuten, die er erschaffen hat, in denen er also quasi weiterlebt, und die sich auf die ein oder andere Art dazu auserkoren fühlten, Gottes Gedankengut den anderen Menschen nahe zu bringen. Allein die Tatsache, dass dieses Buch heute noch in vielen Bereichen der Gesellschaft wichtig ist, spricht für es. Nicht nur in der Kirche wird noch immer aus dem alten Buch gelesen, auch in der Juristerei haben viele Bibelgebote, „Du sollst nicht töten“ oder „Du sollst nicht lügen“ etwa, ihre Entsprechung in einem Paragraphen gefunden. Wer ein x-beliebiges Texterseminar bei einem x-beliebigen Ex-Stern-Redakteur besucht, wird sicherlich hören, dass die Sätze der Bibel sowieso das Maß aller Dinge seien. Solche Verdichtung – das kann heute keiner mehr!

Fertig: Form und Inhalt – beides stimmt also bei der Bibel. Beides ist quasi vom Besten, was man bekommen kann. Und auch deswegen wird jetzt hier, wo wir immer nur das Beste für unsere Leser wollen, in unregelmäßiger Reihenfolge die Zufallspredigt erscheinen. Die Spielregeln: Schreibe zwei Zahlen auf ein Blatt Papier. Die erste sollte (je nach Ausgabe) kleiner als 1500 sein, damit die Seite in der Bibel zu finden ist, die zweite kleiner als 20. Letztere Zahl bezeichnet das Kapitel, auf das sich die Predigt beziehen wird. Heute schreibe ich auf meinen Zettel 366, 5. Und wo lande ich bei meiner Zufallspredigt Nr. 1?

Los: Im zweiten Buch Samuel (13,5)! Dort heißt es:

„Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Laß doch meine Schwester Thamar kommen, damit sie mir Krankenkost gebe und vor meinen Augen das Essen bereite, daß ich zusehe und von ihrer Hand nehme und esse.“

Schwieriges Thema für eine erste Predigt: Ein Sohn Davids, Amnon, begehrt die Schwester seines Bruders Absalom, also – äh – seine Schwester. Es kommt – nachdem Amnon dem Rat Jonadabs gefolgt ist – zum Äußersten (er „wohnt ihr bei“), was aber noch nicht das Schlimmste ist. Das Schlimmste: Nach einer Weile wird er ihrer überdrüssig und schmeißt sie raus. Daraufhin wirft Thamar, die Schwester, Asche über ihr Haupt (so haben wir mit etwas Glück sogar eine Sprichwortquelle entdeckt). Vater David ist sauer, tut aber nichts. Bruder Absalom ist sauer und rächt sich. Etwas später nämlich stachtelt er das Volk an, Amnon zu töten. Das Volk tut, was er sagt (seine Begründung ist ziemlich gut: „Fürchtet euch nicht, denn ich hab’s euch geboten; seid nur getrost und geht tapfer dran“). Amnon ist also tot, ein Opfer der Rache von Bruder Absalom, der wiederum muss fliehen, kommt aber später zurück und wird vom Papa begnadigt. Es geht also um Rache, um Inzest, um Familienprobleme, um Nichtstun, um Schande, um Liebe.

Was will uns das sagen? Nun, wie bei allen Bibelgeschichten ist zunächst bemerkenswert, dass das, was hier auf gerade einmal zwei Seiten füllt, heute Stoff für siebzehn mittelmäßige Romane hergäbe. Das Papier war damals freilich knapper und insofern ist dies auch der Rationalität geschuldet.

Moralisch betrachtet, ist das geschilderte Problem heute noch genauso verzwickt wie damals: Wenn ein Bruder die Schwester seines Bruders begehrt, gibt es Probleme. Doch wir wollen uns heute auf einen Aspekt konzentrieren: die Rache, also auf Absaloms Tat. Einen Totschlag aus Rache rechtfertigt dieses Begehren, zumindest im deutschen Rechtssystem, heutzutage nicht mehr. Überhaupt wird Totschlag ungern gesehen und dementsprechend eng sind auch die Rechtfertigungsgrenzen. Rache geht schon mal gar nicht – allenfalls Notwehr, dann wäre es aber an Thamar gewesen, Amnon zu erledigen. Für Bruder Absalom wäre allenfalls Nothilfe in Betracht gekommen. Doch dafür hätte er handeln müssen, als Amnon sich an Thamar verging. Nicht Tage später. Nach dem Strafgesetzbuch gehörte Absalom also in den Knast. Im Buch aber muss er zwar flüchten, findet aber später Gnade. Das Alte Testament ist an dieser Stelle moralisch etwas veraltet, wobei natürlich auch gesagt werden sollte, dass es mit der Moral von der Geschichte nicht so einfach ist.

Gebote, die die Bibel vergessen hat

In der Bibel (wie im übrigen auch bei den Beatles) findet man jedes noch so schräge menschliche Verhalten. Schon in der Schöpfungsgeschichte steht: „Und jedes nach seiner Art.“ Und so geht es dann auch weiter. Über 1.500 und mehr Seiten wird des Bruders Schwester begehrt, des Vaters Bruders Bruder mütterlicherseits umgebracht, gemordet und geklaut, geköpft und gefoltert und natürlich reichlich beigewohnt. Wenn Menschen ihre Moral auf der Bibel begründen, führt das also zwangsläufig zu Streitereien: „Im vierten Buch Mose steht aber doch …“ – „Wer redet denn von Mose, der wurde doch von den Korinthern klar widerlegt.“ Und so weiter.

Nun aber zurück zur Rache. Die ist – wie schon gesagt – nicht mehr gerne gesehen. Freilich gehen die Meinungen auseinander: Für die Freiwillige Selbstkontrolle zum Beispiel, also diejenige Instanz, die die Altersfreigaben für Filme ermittelt, sind die Motive Rache und Selbstjustiz fast noch schlimmer als ein über einen Winkel von sieben Grad hinaus erigierter Penis. Und zwar weil sie (die Filme) das staatliche Gewaltmonopol als eines der Grundprinzipien unserer Gesellschaftsform in Frage stellen. Mithin dürfen Filme aus dem Rachegenre, „Chatos Land“ zum Beispiel, zumeist nur von Menschen gesehen werden, die einen gewissen altersbedingten Reifegrad erreicht haben (also über 18 sind) und gelernt haben, dass ein Film ein Film und nicht das Leben ist. Und dass das, was in einem Film gezeigt wird, nicht gleich im eigenen Leben umgesetzt werden sollte. Nichtsdestotrotz sagt uns das subjektive Empfinden manchmal ganz etwas anderes.

Nehmen wir „Chatos Land“: Charles Bronson spielt einen wortkargen Indianer, der in Notwehr einen Sheriff umbringt. Gejagt von einem rassistischen Trupp aus Bürgerkriegsveteranen flüchtet er, doch die Banditen spüren Chatos Frau, Kind und Bruder auf. Die Frau wird vergewaltigt, der Junge kann fliehen, der Bruder wird umgebracht. Nun nimmt Chato Rache. Als alle tot sind, ist der Film zu Ende. (Hier eine Kurzversion des Films).

„Auge um Auge, Zahn um Zahn“, so steht’s in der Bibel und so handelt Charles Bronson im Film. Und jeder, der den Film gesehen hat, würde handeln wie Charles (außer vielleicht rassistische Bürgerkriegsveteranen). Aber das geht natürlich nicht. Dafür sind die Menschen einfach zu verschieden. Es soll ja welche geben, die würden einem schon bei lebendigem Leib die Zunge aus dem Hals reißen und an eine Hauswand nageln, nur weil man ihnen ins Essen geascht hat! Anderen wiederum ist Asche im Essen ganz egal. Sie würden einen aber am Nagel des mittleren Zehs den Großglockner hochschleifen, weil man „Deine Mutter ist doof“ gesagt hat. So unterschiedlich sind die Moralmaßstäbe. Deswegen ist es gut, dass „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ heute nicht mehr gültig ist und dass die Freiwillige Selbstkontrolle darauf aufpasst, dass in der Kunst niemand versucht, uns mittels altertümlicher Moralvorstellungen in eine Epoche zurückzubringen, in der jeder machte, was er wollte. Heute gibt es Gesetze dagegen. Absalom wäre bestraft, Amnon vielleicht auch (kommt auf die Rahmenbedingungen an und die sind in der Bibel – Form und Verdichtung hin und her – ja doch immer ein bisschen zu knapp gehalten).

Und das haben wir also in Predigt Nr.1 gelernt: Rache ist nicht gut, besser die Polizei anrufen. Die Bibel hat nicht immer Recht, das Recht allerdings auch nicht. Charles Bronson ist ein guter Schauspieler, Chatos Land aber nicht sein bester Film. Gute Nacht.

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5 Kommentare leave one →
  1. annettebarrow permalink*
    11. Dezember 2009 13:14

    wie passend, dass ich heute meinen neuen lieblingssender bibel.tv entdeckt habe. echt irre, was diese christen so am start haben. beispielsweise meine neue lieblingsband religous country-boygroup the oak ridge boys, obwohl nach der gründung 1945 (!) mein lieblingsbandmitglied, der adipositas-jesus-lookalike bill golden (!) kürzlich irgendwann rausgeworfen wurde, weil er körpergewicht und -pflege allzu sehr vernachlässigte.
    ganz große nummer auch eine ebenso legendäre wie brandgefährliche bibelschmuggelaktion in den 80er jahren: christliche fundamentalisten brachten in einer nachtundnebel aktion eine million bibeln ins reich der mitte und warfen sie an einen enfernten südchinesischen strand. ob die chinesen das überhaupt lesen konnten? waren sie schriftbild und sprache mächtig? na ja, die menschen haben die merkwürdigsten hobbies, warum nicht bibelschmuggel?
    ich hab dann trotzdem irgendwann umgeschaltet, bzw. ab.

    • MartinS permalink*
      14. Dezember 2009 10:03

      Komisch, immer wenn ich bei bibel.tv hängenblieb, gab es Landschaftsaufnahmen plus Easy-Listening plus Bibelzitate (fett, Versalienschrift mit Fundstelle). Oder auch mal eine komische Serie, die zumeist genau so aussah wie irgendeine beliebige andere amerikanische Fernsehserie aus der jeweiligen Epoche, nur dass irgendetwas anders war. Dieses „Irgendetwas“ ist nicht zu beschreiben, vielleicht ist es nur die Aura, das gläubig Wabernde, Entrückte.
      Von meiner Patentante aus Bayern bekam ich übrigens bis zur Volljährigkeit zu jedem Geburtstag ein Paket mit altersadäquaten christlichen Geschenken. Ab 15 auch christliche Rockmusik. Und auch hier: Das klang wie irgendeine beliebige Rockband aus der Zeit (die ich dann natürlich auch nicht gemocht hätte), nur dass irgendetwas anders war.
      Ob die Oak Ridge Boys dabei waren, ich weiß es nicht. Aber so sehen sie aus.

  2. mr. frank permalink*
    12. Dezember 2009 15:48

    Ein erleuchtender Beitrag, der mich als angehenden Relgionsstifter doch zu einigen Randbemerkungen ermuntert:

    „Geschrieben wurde das Buch von Gott, bzw. den Leuten, die er erschaffen hat, in denen er also quasi weiterlebt, und die sich auf die ein oder andere Art dazu auserkoren fühlten, Gottes Gedankengut den anderen Menschen nahe zu bringen.“

    Komischerweise wurde die Geschichte von Jesus erst 40 Jahre nach seinem Tod von Markus das erste Mal niedergeschrieben. Die anderen Evangelisten folgten danach. Niemand hat während seiner Lebzeit über Jesus geschrieben. Was wollte Gott damit wohl bezwecken? Braucht eine gute Erlösergeschichte etwas Zeit, um im Laufe der Jahre etwas „runter zu kühlen“ oder im Gegenteil um zu ihrer wahren Blüte zu gedeihen? Und sind Geschichtsschreiber, die sich auf mündliche Überlieferungen stützen, nicht dem Zufall und Fehler ausgeliefert?

    An dieser Stelle ein kleiner Literaturhinweis: In Michael Bulgakows „Der Meister und Margarita“ wird Jesus der Schreiberling und somit erste Evangelist Levi Matthäu zur Seite gestellt, der die Worte und Taten Jesu aber so überhöht und entfremdet, dass seine Schriftstücke und Predigten den lieben Jesus letzten Endes ans Kreuz bringen. Somit haben wir schon mal einen Grund, warum es doch Sinn machen könnte, die Geschichte Jesu post mortem zu verfassen.

    Zurück zu den „wahren Evangelisten“: Laut dem französischen Philosophen Diderot gab es etwa 60 Evangelisten, also auch 60 Evangelien, aus denen dann beim Konzil von Ikea 324 n. Chr. vier ausgewählt wurden, um dann den Weg in die heilige Schrift zu finden. Scheint hier nicht auch der Zufall oder eher Pragamtismus am Werke gewesen zu sein an Stelle der göttliche Hand?

    Umso schöner finde ich die Idee einer Zufallspredigt, jedoch könnte man den Rahmen über Beatles und Bibel hinaus gerne erweitern. Im Sinne der in Umberto Ecos „Foucaultschem Pendel“ geschilderten universellen Wahrheit, die in jedem Micky Mouse Heft und in jeder Montageanleitung für Partyzelte enthalten ist, eröffnet sich dem Verkünder göttlicher Gedanken die Möglichkeit, zum Beispiel über Produkt Nummer 5 auf Seite 234 des Ikea Kataloges zu predigen, zumal dieser zuletzt eine grössere Auflage hatte als die Bibel, was die Quellenverfügbarkeit erhöht.

    Jetzt habe ich das eben geschriebene nochmal durchgelesen und mir kommen schon so meine Zweifel: Kann es Zufall sein, das in diesem Kommentar zweimal das Wort „Ikea“ Erwähnung findet? Gibt es überhaupt den Zufall, oder ist er nicht sozusagen das atheistische Erklärungsmodell für alles, was in Wahrheit von Gott gelenkt wird? In diesem Zusammenhang scheint mir gerade auch die Zahlenauswahl für die Zufallspredigt mit 366 und 5 mehr als nur „zufällig“, die Zahlen in ihrer Kombination haben so eine göttliche Aura, ich weiss nicht…

    • MartinS permalink*
      14. Dezember 2009 10:32

      Diese „göttliche Aura“, von der Sie sprechen – das muss die gleiche sein, die bibel.tv und christliche Rockmusik von normalem Fernsehen und normaler Rockmusik absetzt (auf schwammige, unbeschreibliche Art. Siehe oben). Was man nicht erklären kann, dazu soll man nicht schreiben.

      Zu Ihrer Antwort: Sie haben sicherlich recht in der Annahme, dass Stoff für eine ordentliche Predigt überall zu finden ist. In einem Mickey Mouse-Heft genauso wie in Montageanleitungen oder Katalogen. Die Ballung aber, mit der Weisheiten zu allen Themen des Lebens abgesondert werden, die findet man nicht so häufig. Deswegen Beatles und Bibel. Wenn Sie aber auf anderer Grundlage predigen möchten – nur zu!

      Wenn ich übrigens von Bibel spreche, dann meine ich das alte und das neue Testament (nur das neue wäre ja langweilig, das ist so peacig). Und das alte wurde natürlich schon vor Jesus geschrieben, aber erst nach Jesus kanonisiert:

      „Antike Handschriften waren Papyrus- oder Leder-Rollen, die mit ruß- und harzhaltiger Olivenöl-Tinte beschrieben wurden. (…) Die älteste noch erhaltene vollständige Rolle eines biblischen Buches ist die in Qumran aufgefundene, 7,34 Meter lange Jesajarolle aus Schafsleder, die um 180 v. Chr. entstand.“ (wikipedia)

      Können Sie zu Ihrer Diderot-Quelle noch eine Fundstelle angeben? Ich würde gerne wissen, was in den anderen 60 Evangelien steht. Da ja Gott die Bibel geschrieben hat, wie ich oben bewiesen habe, werden die übriggebliebenen dann wohl auch die maßgeblichen sein. Da sollten wir es auch hier mit der „Chicago Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift“ halten und sagen „daß die Schrift in ihrer Gesamtheit irrtumslos und damit frei von Fehlern, Fälschungen oder Täuschungen ist“. Und damit das so bleibt, ist es sicherlich sinnvoller, historische Personen und Ereignisse erst in der Retrospektive zu beschreiben.

      Der Meister und Margarita ist übrigens auch ein tolles Buch.

      • annette barrow permalink*
        23. Dezember 2009 14:08

        Tatsächlich gibt es auch coole Christen-Mukke.
        Der syrische Sänger und Komponist Abed Azrié hat beispielsweise gerade das Evangelium nach Johannes neu interpretiert und von einem syrischen Chor auf arabisch singen lassen. Dazu spielen ein syrisches und ein europäisches Orchester und das Ganze klingt verdammt gut, was ganz und gar erstaunlich ist, weil ich derartig verklärter Musik gegenüber eher skeptisch bin und auch klassische Musik nicht wirklich in mein Herz vorzudringen vermag.
        Hab leider keinen Link dazu gefunden, ist noch ganz neu.

        Auch Youssou N’dour, den ich früher fälschlicherweise für so einen blöden Ethnokitsch-Sänger hielt, hat mal ein Album gemacht das in Europa unter dem Titel „Egypt“ veröffentlicht wurde. Er hat mit senegalesischen Musikern und einem ägyptischen Symphonie-Orchester religiöse Songs eingespielt, in denen es darum geht, wie der Islam in Westafrika oder dem Mittleren Osten praktiziert wird. Das ist deshalb so erstaunlich, weil Youssou N’dour auch in den Westlichen Ländern ein veritabler Star ist, der in Kanada oder Frankreich ganze Stadien füllt. Als das Album 2004 erschien, war das ziemlich erstaunlich, weil ja geade in Europa und den USA die Diskussion um die islamische Bedrohung mal wieder recht hoch kochte. Das Album war deshalb mutig und zeichensetzend und darüber hinaus auch musikalisch sehr spannend.
        Hier ein Video, in dem es um einen Sektenführer geht, Cheikh Ibra Fall, die Rasta-Typen sind übrigens Angehörige der Bruderschaft Baye-Fall, die in Senegal beheimatet sind.

        Hier noch ein Ausschnitt aus einem Live-Konzert in Dakar inklusive ägyptischem Orchester. Ein wirklich grandioses Konzert

        Helau und Alaaf und Happy Hanuka!

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