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Theatertipp: Das Haus, als Maschine gesehen, ist kaputt.

3. Dezember 2009

Über den Zusammenbruch der Ordnung geht es in dem Stück „Übersleben“, das zum vorerst letzten Mal am Freitag, den 4. Dezember, morgen also, aufgeführt wird. Charlotte Pfeifer, die „Übersleben“ nach Doris Lessings „Die Memoiren einer Überlebenden“ konzipiert hat und spielt, wollte „Theater machen für Menschen, die kein Theater mögen“ und das ist ihr ganz ausgezeichnet gelungen. Die „Theater-Installation“, wie sie es nennt, ist spannend und überraschend. Sie zieht in den Bann, verstört auch manchmal, hat großartige Bilder und ebenso tolle Musik (in der Tat ist sie manchmal fast ein Videoclip. Die Musik stammt übrigens von Pascal Fuhlbrügge). Ganz hervorragend passt das Gebäude, in dem gespielt wird: Das Frappant-Gebäude in der Neuen Großen Bergstraße, das als „Maschine gesehen“ ebenfalls kaputt ist und, wenn alles schlecht läuft, bald einem Ikea weichen wird. Hingehen!

Hier die offizielle Ankündigung:

Am 30.11. lief der Zwischennutzungsvertrag für die Künstler im Frappantgebäude aus. Weil aber niemand weiß, wohin mit der Kunst und anderen Klamotten, bleiben alle einfach, wo sie sind. Nirgendwo ist es besser als in dem Gebäude mit dem schönsten Blick über ganz Altona. Strom und Wasser gibts nach wie vor.

WIR SPIELEN ALSO AM 4.12.2009, 21:30, NOCH EIN MAL
„Übersleben“, eine Theater-Installation nach „Die Memoiren einer Überlebenden“ von Doris Lessing aus dem Jahr 1974. Das Frappant in der Großen Bergstraße bietet die Kulisse für diese Geschichte von Verfall und Veränderung. Vorstellungen von Verantwortlichkeit gegenüber Gesellschaft und dem Rückzug ins Privateste, der eigenen Traumwelt, prallen aufeinander. Die einzelnen Elemente Film, Hörspiel, Musik, Performance verschränken sich ineinander, die utopische Welt des Romans entfaltet sich im Hier und Jetzt.

„Man gewöhnt sich an alles. Das ist natürlich ein Gemeinplatz.“ (Die Memoiren einer Überlebenden, London, 1974)

Im Anschluss wollen wir mit euch den Zustand der renitenten Trägheit feiern: Einfach dableiben, wo wir sowieso schon sind. Charlotte Pfeifer legt ihre Lieblingshits auf. Tanzen gestattet.

Platzreservierung unter uebersleben@googlemail.com

Performance: Charlotte Pfeifer
Hörspiel: Mareike Bernien
Film: Arne Bunk
Musik und Soundinstallation: Pascal Fuhlbrügge
Ausstattung: Gwendolyn Jenkins

Aufgang über die Rampen auf der Gebäuderückseite Lawaetzweg, der weißen Linie folgen.

http://uebersleben.wordpress.com/
http://frappant.blogsome.com/
http://www.kein-ikea-in-altona.de/

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