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wortpong.tv: Die Krise

24. März 2009
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Die vorvorletzte Woche war eine gute Woche: Am Montag fing der Frühling an, der sich zwar bisher nicht vom Winter unterscheidet, aber immerhin: Die Enten sind zurück und schwimmen wieder im Kanal. Ein kulturelles Highlight gab es auch: Die Malayischen Wochen in der IBM-Kantine endeten mit dem Auftritt einer Tanzgruppe aus Malaysia, die einen indischen Tanz aufführte. Und am Mittwoch zur besten Sendezeit lief dann auch die zweite Folge von wortpong.tv.

Wie A. U. in der Mail, die im letzten Posting nachzulesen ist, andeutete, war es keine leichte Geburt. Genau genommen, waren wir kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen. Doch dann kamen klotz+dabeler und erwiesen sich als solch wundervolle Gäste, dass wir nun kurz davor sind, doch weiter Energie und Zeit zu investieren. Zumindest, wenn es uns gelingen sollte, wenigstens in die Nähe unseres ursprünglichen Konzepts „REDEN, RAUCHEN, ROTWEIN TRINKEN IN SCHWARZWEISS“ zu kommen. Ob das jemals umsetzbar sein wird, wissen wir nicht. Rauchen und Trinken ist mittlerweile überall verboten, Reden geht zwar noch, in Schwarzweiß aber wiederum nicht. Zumindest nicht im Fernsehen und auch sonst steht man ja heute mehr auf Zwischentöne.

Der Clown lacht, wir weinen

Im Gegensatz zu dem hier sind wir gar nicht zum Scherzen aufgelegt

Doch nicht von der Zukunft soll dieser Blog-Eintrag handeln sondern von der Vergangenheit. Von der großen Krise. Ihr müsst nämlich wissen: Nicht nur Wirtschaft und Geld haben eine Krise, wir hatten auch eine. Unsere ist allerdings, wie oben beschrieben, schon fast gelöst. Nicht zuletzt dank des Reverends Dabeler, der uns mit auf den Weg gab, dass eine Aktivität wie diese mindestens fünf Anläufe benötigt, bis man halbwegs objektiv entscheiden kann, ob sich die Chose lohnt oder nicht. Wie es zu der Krise kam, soll hier kurz anhand einer Mail skizziert werden, damit Ihr auch wisst, wie ernst es war. Ich zumindest war ganz schön am Boden, also ich das Folgende schrieb (vorangegangen waren ca. 200 Mails, in denen wir verzweifelt versuchten, uns zu verabreden. Oder auch nicht zu verabreden, sondern einen Alternativplan auszudenken):

„Guten Abend Kollegen,

ich fasse zusammen:
– Die Maske ist bereits nach der ersten Sendung abgesprungen
– Die Grafik hat keine Zeit, weil andere Projekte und Leben organisieren
– Die Redaktion kann Schicht nicht tauschen
– Die eine Moderation würde lieber hinter den Kulissen arbeiten
– Die andere Moderation hat nur Freitag und Mittwoch Zeit
– Die andere Moderation hat Freitag und Mittwoch keine Zeit und auch sonst ist’s schwierig
– Die andere Moderation hat Freitag und Mittwoch keine Zeit und auch sonst ist’s schwierig
– Ton hat sich noch nicht gemeldet

Leute, mal ehrlich, das ist schlimmer als die Finanzkrise. So wird das wirklich nichts mit der Fernsehkarriere.

Ich stelle also mal die Wortpongchen-Frage: Wollen wir das wirklich weitermachen? Das ist jetzt mal eine ernsthafte Frage. Ich kenne das zumindest bei mir: Viel anfangen, was auch immer irgendwie Spaß bringt. Dann merken, macht doch ganz schön viel Arbeit (soll ja gut werden). Arbeit hat man aber eh schon genug und das hier ist für ohne Geld. Also nur noch halb vorbereiten und schwuppdiwupp ist auch der Spaß weg. Klar, es muss nicht immer jeder dabei sein, aber bei der Häufung der Ausfälle und des Keine-Zeit-Habens und dem etwas spaßfreie Ton der letzten Mail-Rundschreiben (ich inklusive) beschleicht mich das Gefühl, dass wir unsere Freizeit vielleicht alle anders verbringen wollen.

Nun denn, Zweifeln zu später Stunde – das macht seit Jesus, Faust und Immanuel Kant noch alle aus, die es später mal zu etwas gebracht haben. Insofern klappt es vielleicht doch noch mit der Fernsehkarriere. Aber im Ernst: Ich will eigentlich nur kurz mal Eure Meinung zu dem Thema hören. Weiter oder nicht? Und wie könnten wir ein Weiter organisieren, damit es doch Spaß bringt?

Gruß und gute Nacht
M. S.“

Soweit, so gut. Was dann kam, erschütterte auch die krisenfestesten Pessimisten: Die Antworten! Einhellig hieß es. „Ja, finde ich gut“. „Stimmt. Lasst uns was anderes machen“. „Ich wollte auch schon lange mal wieder so richtig ausschlafen“. „Richtig, mit Euch will ich eh nichts mehr zu tun haben“ und so weiter und so fort. wortpong.tv schien also begraben. Bis der Reverend kam (die letzte Sendung mussten wir noch durchziehen, Aufzeichnungstermin stand fest) und mit ihm die Zuversicht. Jetzt ist die Krise erstmal überwunden und wir machen weiter. Wie es weiter geht, steht bald hier an diesem Ort.

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